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Helmut Fink

Ehrenamt und Weipoltshausen sind untrennbar mit Helmut Fink verbunden. 
Wenn Helmut Fink von seinem Heimatdorf erzählt, glänzen seine Augen und er kommt ins Schwärmen über „seine Dorfgemeinschaft“. Helmut Fink war bis zum Jahr 2007 Ortsvorsteher in Weipoltshausen, in den 18 Jahren seiner Amtszeit wurden fünf Streuobstwiesen mit mehr als 800 Bäumen und 3000 Sträuchern angelegt. Sein Wunsch war es, die Gemarkung sollte wieder so aussehen wie zu seiner Jugendzeit, denn ein besonderes Anliegen Finks ist die umweltbewusste Pflege der bäuerlichen Kulturlandschaft. Als der Verschönerungsverein 1967 ins Leben gerufen wurde, war er Gründungsmitglied und fünf Jahre später Vorsitzender bis zum heutigen Tage. Durch den Ausbau des Elisabethpfades und der Schutzhütte – die bis zu 10 Pilgern Übernachtungsmöglichkeiten bietet – kamen im Elisabethjahr ca. 1500 Pilger als Tagesgäste nach Weipoltshausen. In allen Vereinen engagiert sich Helmut Fink, Fußballverein, Freiwillige Feuerwehr, Gesangverein, Obst- und Gartenbauverein, um nur einige aufzuzählen.
Unter seiner Federführung hat Weipoltshausen 15 Mal an dem Wettbewerb „Unser Dorf“ teilgenommen. Bei der Erstellung der Dorf Chronik konnte er sein umfangreiches Wissen über sein Dorf einbringen und war in den Sitzungen ein gern gesehener Mitstreiter. Die schmucke Heimatstube, die jetzt an Stelle eines alten Schuppens im Zentrum von Weipoltshausen den Vereinen als – Zentrum für Dörfliche Kultur - zur Verfügung steht, hat auch so manche Gruppe aus dem Marburger Umfeld aufgenommen.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Ortsvorsteher war es, die Jugend bei allen Aktivitäten mit einzubeziehen und sie für die Dorfgemeinschaft zu sensibilisieren. Was ihm hervorragen gelungen ist, denn schon 1985 wurde im Dorfgemeinschaftshaus ein Jugendraum eingerichtet.

Für die Belange älterer Menschen in der Gemeinde Lohra setzt er sich schon viele Jahre im Seniorenrat und im „Treffpunkt Volkshochschule“ ein.

Er kann eben Jung und Alt für seine Ideen begeistern.

Bei allen neuen Projekten die in Angriff genommen wurden, war ihm eines wichtig: Erst muss die Finanzierung gesichert sein, dann müssen die Mitbürger informiert und motiviert werden und erst dann können die Ärmel hoch gewickelt werden.

Trotz seiner schweren Erkrankung hat Helmut Fink sein großes Ziel nicht aus den Augen verloren: Weipoltshausen interessant und wohnlich zu gestalten, sodass auch Menschen aus dem Umfeld gerne den Ortsteil von Lohra als neue Heimat wählen.

Für seine ehrenamtlichen Verdienste wurde Helmut Fink mit dem Bundesverdienstkreuz, mit dem Landesehrenbrief, der Ehrenplakette der Gemeinde Lohra, Ehrenbriefe des Landessportbundes und des Hessischen Fußballvereins ausgezeichnet. Aber alle diese Auszeichnungen hätten ihn nicht erfreut, wenn seine Familie ihn nicht unterstützt und seine Aktivitäten mit getragen hätte, so sein Kommentar zu diesem Bericht.